Mitglieder sagen “Ja“ zur Fusion

Generalversammlung: Die Bankenehe war Thema bei der Raiffeisenbank Aschberg

Holzheim. Ein mehr wie eindeutiges Ergebnis der Generalversammlung der Raiffeisenbank Aschberg besiegelt den Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Offingen. Der Beschluss wurde mit nur einer Gegenstimme gefasst. Die Verschmelzung tritt rückwirkend zum 1. Januar in Kraft. Bereits am 12. April hatte die „übertragende“ Raiffeisenbank Offingen abgestimmt – ebenfalls mit nur einer Gegenstimme.

Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Geißler lobte das Interesse der Mitglieder an ihrer Genossenschaft und betonte die Wichtigkeit der Raiffeisenbank vor Ort. Im Geschäftsbericht gab der Vorstandsvorsitzende Josef Negele durchwegs erfreuliche Fakten bekannt, heißt es in einer Pressemitteilung. Kritisch informierte er zudem über die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB, welche insbesondere die vielen Sparer vor große Herausforderungen stellt. Er lobte das partnerschaftliche und enge Miteinander der Raiffeisenbank mit der Region und ihren Menschen. Vorstandskollege Matthias Vogel unterlegte die Aussage mit Zahlen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 226 Millionen Euro, das gesamte betreute Kundenvolumen stieg auf 424 Millionen Euro.

Zuwachs verzeichnete die Raiffeisenbank Aschberg auf beiden Seiten der Bilanz: Die Kundenforderungen stiegen gegenüber 2015 weiter an. Wachstumstreiber im Privatkundengeschäft waren Wohnungsfinanzierungen sowie Maßnahmen zur Modernisierung und Energieeinsparung. Die Kundeneinlagen erhöhten sich ebenfalls. Bedingt durch die anhaltende Niedrigzinsphase und die erhöhte Unsicherheit der Sparer waren vor allem schnell verfügbare und sichere Anlageformen gefragt. Im Dienstleistungsbereich florierten vor allem das Bauspar- und Versicherungsgeschäft wie auch die Immobilienvermittlung. Auch als Sponsor habe sich die Raiffeisenbank Aschberg wieder betätigt. Spenden in Höhe von 25.000 Euro wurden an gemeinnützige Organisationen im Geschäftsgebiet ausgeschüttet. Im Warengeschäft erzielte die Bank einen Jahresumsatz von 15,286 Millionen Euro. Mit dem durchgeführten Erweiterungsbau der Siloanlage wird die Lagerkapazität um 6500 Tonnen erhöht.

Dass die Mitglieder mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, hätten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses demonstriert. Mit Beifall kommentierten sie die Entscheidung, auch in 2015 eine Dividende in Höhe von vier Prozent an die über 4875 Mitglieder (Vorjahr: 4700) auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Ebenfalls stimmte die Versammlung der Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Bei den anstehenden turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen wurde Hermann Maier zur Wiederwahl vorgeschlagen und durch Versammlung wiedergewählt. Ferdinand Brenner konnte aufgrund des Erreichens der Altersgrenze nicht mehr wiedergewählt werden. Im Namen der Raiffeisenbank Aschberg bedankte sich Thomas Geißler beim langjährigen Aufsichtsratsmitglied Ferdinand Brenner für die 18-jährige, ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsratsgremium mit einer Ehrenurkunde und einem Präsent.

Die geplante Verschmelzung zweier eigenkapitalstarker Banken, ländliche Prägung mit ähnlichen Kundenstrukturen und Überschneidungen bei Warenkunden seien unter anderem Gründe für den geplanten Zusammenschluss, so Vorstandsvorsitzender Josef Negele. In der anschließend stattfindenden Abstimmung ebnete eine absolute Mehrheit der Mitglieder den Weg für die „künftige“ Raiffeisenbank Aschberg eG. Der Zuwahl der zwei Aufsichtsratsmitglieder, Herbert Mader und Thomas Wörz, von der Raiffeisenbank Offingen eG aufgrund der Verschmelzung sowie den notwendigen Satzungsänderungen wurde einstimmig die Zustimmung erteilt.

Der Bürgermeister der Gemeinde Holzheim, Erhard Friegel, übermittelte die besten Grüße der Gemeinde. Er bedankte sich für die hervorragende Arbeit der Mitarbeiter der Raiffeisenbank. Weiter verwies er auf das große Engagement der Raiffeisenbank in der Aschbergregion und die stets gute Zusammenarbeit. (pm)

Ehrende und Geehrte v. l.: Josef Negele (Vorstandsvorsitzender), Erwin Ehnle, Thomas Geißler (Aufsichtsratsvorsitzender), Lorenzia Eser, Waltraud Brenner, Matthias Vogel (Vorstandsmitglied), Ferdinand Brenner, Thomas Demharter (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Karl Oberschmid